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allgemein exterieurbeurteilung
Termine:
  1. 31.01 - 31.01.2023
  2. 28.02 - 28.02.2023
  3. 28.03 - 28.03.2023
  4. 25.04 - 25.04.2023
  5. 23.05 - 23.05.2023
  6. 27.06 - 27.06.2023
  7. 25.07 - 25.07.2023
  8. 22.08 - 22.08.2023
Ort:
Gebühr:
€ 299.00 (Gesamt) | nach § 4, Nr. 21 UStG - private Bildungseinrichtung - MwSt-befreit | Zahlungsmöglichkeiten siehe Beschreibung
FNT:
16 Punkte werden anerkannt

Online-Seminarreihe: Die Exterieurbeurteilung des Pferdes - Beurteilung-Pathologie-Therapie

Dieses Seminar wird aufgezeichnet. Als Serviceleistung erhältst Du als Teilnehmer*in zusätzlich die Möglichkeit die Aufzeichnung nachzusehen. Der Link hierfür wird Dir innerhalb von 2 Tagen zugesendet.

 

SEMINARINHALT

Wörtlich übersetzt heißt "Exterieur" Knochenbau, aber auch "Äußeres". Die Beurteilung des knöchernen Gebäudes des Pferdes, eben dieses Exterieurs, ist die Königsdisziplin eines jeden Therapeuten. Das Erlernen stellt hohe Ansprüche an uns, belohnt uns aber mit unschätzbarem und ungeahnten Handwerkszeug. Es ist wie die Interpretation eines Kunstwerkes - man kann schon ohne detaillierte Anamnese die Lebensgeschichte des Pferdes und dessen Konstitution, Reitweise und Haltung erzählen - ein großer Vorteil, denn es macht uns als Therapeuten unabhängiger von subjektiven Besitzereinschätzungen. 

In dieser Onlineseminarreihe wird dieses Auge geschult, sodass nach Beendigung die Exterieurbeurteilung beherrscht werden kann. So können wir Körperbau und Körperhaltung des Pferdes erkennen, einordnen und Haltung, Fütterung und Training danach ausrichten. Und somit auch als kompetenter Behandler und als Berater für den Besitzer z.B. beim Kauf des geeigneten Tieres zur Seite stehen. Denn das geschulte Therapeutenauge sieht potentielle Schwachstellen des Pferdes und kann einschätzen, welcher Körperbereich in den Fokus gerückt werden sollte. Dann kann eine Beurteilung erfolgen, ob dieses Pferd optimal gehalten wird, was genau getan werden muss, um dieses Pferd zu unterstützen und was unterlassen werden sollte, damit es lange gesund bleiben kann. In Anbetracht dessen, dass viele Pferde ein nicht optimales Exterieur besitzen, kann abgewogen werden, in welchem Verhältnis seine Probleme zu seiner mitgebrachten Konstitution und Rasse stehen. Gewisse Gebäudemerkmale des Pferdes sind als gegeben zu betrachten. Aber ein Pferd mit konstitutionellen Problemen in optimaler Haltung und gutem Management kann langfristig gesünder erhalten werden als ein Pferd mit optimalen Voraussetzungen und unsachgemäßem Training und schlechter Haltung. Spannend ist auch die Betrachtung der Pferde nach dem Gesichtspunkt: "Wie gehen Pferde mit ihren Schwachstellen um? Kompensieren sie dies über andere Bereiche?"

 

Im ersten Modul geht es um die konstitutionellen Unterschiede der Rassen und deren Anforderungen im Sport. Warum, provokativ gesprochen, wählen wir kein Kaltblut für den Springsport oder einen Traber für den barocken Reitstil? Was ist, wenn ich mich für ein Pferd entschieden habe, welches körperlich nicht zu meinen gewünschten Anforderungen passt? Genau das ist die Realität: Pferde mit problematischem Körperbau, viel Unwissenheit in Haltung und falsch verstandene Tierliebe - hier kommen wir Therapeuten zum Einsatz.

 

In den weiteren Modulen beschäftigt sich Tanja Richter mit einzelnen Körperregionen. Anhand von vielen Beispielfotos wird das Wissen praxisnah und anschaulich vermittelt. Teilnehmer haben auch die Möglichkeit eigene Fälle und Bilder zur Beurteilung miteinzubringen. Vom idealen Körperbau über den Einsatz des Reitpferdes, genetische Disposition, Haltung und vieles mehr - in dieser Reihe erhaltet ihr einen reichen Schatz über das Gebäude des Pferdes. Zudem geht Tanja Richter auf das Trainingsmanagement und die Manuelle Therapie der einzelnen Bereiche ein.

 

Diese Seminarreihe stellt keinen Ersatz der Biomechanik-Reihe von Tanja Richter dar, da inhaltlich ein anderer Schwerpunkt gesetzt ist. Die Module sind auch einzeln buchbar.

 

Wir betrachten in den einzelnen Modulen:

  • Die optimale Beschaffenheit
  • Die Beschaffenheit nach Ihren genetisch gedachten Funktionen (Fahrpferd, Reitpferd, Arbeitspferd…) 
  • Die krankhafte Beschaffenheit - genetisch
  • Die krankhafte Beschaffenheit - durch menschliches Handeln gemacht
  • Das Haltungsmanagement zur Verbesserung
  • Das Trainingsmanagement zur Verbesserung
  • Die Manuelle Therapie zur Verbesserung

 

Modul 1: Allgemeines

In diesem Modul geht es um die konstitutionellen Unterschiede der Rassen und deren Anforderungen im Sport. Warum, provokativ gesprochen, wählen wir kein Kaltblut für den Springsport oder keinen Traber für den barocken Reitstil? Was ist, wenn ich mich für ein Pferd entschieden habe, welches körperlich nicht zu meinen gewünschten Anforderungen passt? Genau das ist die Realität: Pferde mit problematischem Körperbau, viel Unwissenheit über die Haltung und falsch verstandene Tierliebe - hier kommen wir Therapeuten zum Einsatz.

 

Modul 2: Kopf - Hals

In diesem Modul geht es um die Einflüsse der Kopf- und Halsform auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Der Kopf muss vom Genick gehalten werden. Ist das Genick zart gebaut und der Hals lang, so entstehen allein durch das Fressen aus einer Heuraufe Probleme in dieser Region. Ein kleiner schmaler Kopf mit kurzem dicken Hals ist tragefähiger, reiterlich jedoch dickköpfiger und wiedersetzlicher.

 

Modul 3: Vorhand - Schulter

In diesem Modul geht es um die Einflüsse der Vorhand und Schulter auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Ein steiler Schultergelenkswinkel weist eine hohe Knie-Aktion auf, ideal für den Show-Effekt und um den Nachbarn zu beeindrucken. Weite Vorwärtstritte sind bei dieser Schulterstellung jedoch schlecht möglich. Ein Pferd mit beispielsweise flachem Schulterwinkel fällt das Anheben der Beine schwer und vorallem im Springsport zeigt sich dieses Handycap. Ein ehemals flachschultriges Pferd kann durch Muskelverspannungen steil werden und dies führt wiederum zur Mehrbelastung der Vorderbeine.

 

Modul 4: Vorhand - Beine

In diesem Modul geht es um die Einflüsse von Vorhand und Beine auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Breite, kurze Beine sind immer die stabilsten und sind gesundheitsfördernd. Zarte lange Beine mit langen Fesseln bilden oftmals die Grundlage für spätere Lahmheiten. Steile Hufe sind zwar in der Fessel stabiler, erfahren aber vermehrten Druck vom Boden aus und bilden den Nährboden für spätere Arthrosen. Kleine flache Hufe wiederum führen gerne zu späteren Hufrollenkrankheiten.

 

Modul 5: Widerrist - Rücken

In diesem Modul geht es um die Einflüsse von Widerrist und Rücken auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Der Sattler hat Schwierigkeiten einen Sattel für ein Pferd mit kaum vorhandenem Widerrist zu finden. Oftmals sehen wir in der Praxis zudem breite Pferde und diese Kombination macht die Auswahl des perfekten Sattels zur Lebensaufgabe. Ein Pferd mit hohem Widerrist kann große Sprünge machen. Eines mit langem Rücken büßt bekanntlich an Trageeigenschaften ein, dafür schwingt er schön in der Dressur. Einen kurzen Rücken locker zu reiten, ist wiederum eine Kunst. Hier wird wieder bewusst, wie wichtig das Wissen um die Exterieureurteilung ist, um einschätzen und beraten zu können, wie man ein Pferd perfekt in seinem Einsatz stärken und zu stützen kann.

 

Modul 6: Flanken - Bauch

In diesem Modul geht es um die Einflüsse von Flanken- und Bauchform auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Betrachtet man sich die unterschiedlichen Bauchformen, so fällt auf, dass auch hier individuell eingeschätzt werden sollte und diese im Verhältnis zum Habitus des Pferdetypens in Relation gesetzt werden müssen. So muss nicht immer ein schweres Warmblut auf Diät gesetzt werden oder ein filigraner Araber mit hochkalorischem Futter gefüttert werden - bei manchen Pferden ist das Durchscheinen der Rippen eben als normal anzusehen, bei anderen als krankhaft. Ein weiteres Thema dieses Webseminarteiles beschäftigt sich mit dem Zwerchfell? Aufgeschürzt oder abgesenkt – wie ist die Zwerchfellspannung? Steht es in Inspiration oder in Expiration?

 

Modul 7: Becken - Schweif

In diesem Modul geht es um die Einflüsse des Beckens, der Kruppe und des Schweifes auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Die Schweifhaltung gibt Rückschlüsse auf die Lage des Kreuzbeines im Becken. Wie ist die Kruppe angelegt, eher waagerecht oder schräg angeordnet? Ein Pferd mit kleiner Kruppe hat grundsätzlich niedrige Trage-Eigenschaften. Viele Stellungstypen und Körperformen gilt es hier zu bewerten und unterscheiden und später einzuordnen.

 

Modul 8: Hinterbeine

In diesem Modul geht es um die Einflüsse der Hinterbeine auf die Beweglichkeit und Eignung des Pferdes. Wie steht das Knie in der Achse zur Hüfte? Wie ist die Stellung der Hinterröhre? Steil angeordnete Kniegelenkswinkel belasten das Knie und das Pferd zeigt Schwierigkeiten bei der Hankenbiegung. Flache Knie- und Hüftwinkel lassen uns geschmeidigen und federnden Gang sehen, jedoch schränkt es die Trageeigenschaft ein. Breite Sprunggelenke und kurze steile Hinterfesseln verleihen Stabilität und geben einen federnden Gang. Pferde mit flachen langen Hinterfesseln haben Schwierigkeiten Schwung und Kraft zu entwickeln. Versammlungen sind hier besonders belastend und sollten dosiert eingesetzt werden. 

 

UHRZEIT

Jeweils von 19:00 - 21:00 Uhr

 

ONLINE TEILNAHME

Die online Teilnahme via GoToMeeting ist ganz einfach und kann mit einem Smartphone, einem Tablet oder einem Laptop (mit Lautsprecher) erfolgen. Solltest Du das Seminar vom Rechner aus ansehen wollen, achte darauf, dass Du ihn mit einem Lautsprecher verbindest, ansonsten ist kein Ton zu hören.

Die Zugangsdaten sowie genaue Informationen erhältst Du kurz vor Beginn des Seminares.
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